über's Meer gelaufen
Als ich das letzte mal hier war wo ich gerade bin, war weniger Frost. --> KLICK Als ich davor hier war, war es aber änlich kalt. --> KLICK, KLICK, KLICK, KLICK, KLICK, KLICK, KLICK Es lag ebenso Schnee und das Meer war auch mit einer Schicht Eis über zogen.
Nachdem ich die ersten zweieinhalb Tage dieses Aufenthalts versuchte mit Nichtstun zu verbringen, was gar nicht so einfach war und auch nicht hundertprozentig geklappt hat --> KLICK, bin ich heute eine kürzere Einstiegsrunde gelaufen. Zum warm werden. Was ich aber nicht wurde.
Die Hintour lief ich am "Wasser'" entlang. Es ging von Bansin --> KLICK zum Cafe Utkiek --> KLICK, was soviel wie Ausblick heißt - KLICK, den man auch hat und zwar auf's Meer.
Anfänglich lauschte ich den Wellen die unter dem Eis in Richtung "Strand" "rollten". Dieser interessant klingende Ton verebbte aber bald und ich steckte mir kleine Lautsprecher in die Ohren und lauschte podcasts --> KLICK, KLICK, KLICK, KLICK (<-- letzter Klick, sehr schöner Teil) Es war nur eine handvoll Menschen unterwegs, auf dem Strand also genug Platz um mittels Windschutz, Handtuch und Doofradioplärre einen kleinen Flecken Sand okkupieren zu können. Was aber niemand wollte.
Ich lief direkt an dem was ich für den Bereich hielt in dem in wärmeren Zeiten das Meer auf den Strand stiess. Dem war aber nicht so, wie ich erkennen mußte als ich einen Bereich mit Bunnen erreichte. An diesen war ein schmales Band Wasser ungefroren geblieben. Ich befand mich demnach einige Meter von dem Ort entfernt an dem ich mich wähnte. Daher auch der Titel dieses Artikels, "über's Meer gelaufen". Ich verlagerte meine Route weiter südlich.
Irgend wann erreichte ich das schon erwähnte Cafe und setzte mich rein. Das Cafe Utkiek ist nett. Es hängt und steht Zeug rum dass mit Küste und Schiffahrt zu tun hat. Außer das eine andere Tür als sonst nun als Eingang diente war alles so wie die Jahre davor. Ein Ort der Beständigkeit ...
Nach einer Tasse heißen, weißen Schokolade und einem Glas Radler verließ ich das Etablissement wieder und machte mich durch eine wäldliche, paralell zum Strand verlaufenden Zeltplatzanlage auf den Rückweg. Die Straße auf der ich dieses tat war eine Sackgasse und führte nur durch den verlassenen Platz. Trotzdem war dort erheblicher Verkehr. Unter anderem brauste eine Horde jugendlicher Zwickauer, ein Polizeitransporter und ein Fliesenhandel an mir vorbei. Eine merkwürdige, die Fantasie anregende Mischung.
Auf dem Rückweg wurde mir zeitweise etwas kühl, da ein kleines Lüftchen wehte. Das Alter macht einen weich. Nach dem Zeltplatz kam noch das hüglige Stückchen Wald das zwischen dem Zeltplatz und Bansin liegt. Da war nüscht los außer weiß und schöne Sonne. Morgen werde ich vermutlich Arbeiten, den dies ist ja keine reine Vergnügungsreise.



